Alzheimer


Exposé

Auguste Deter wurde im Jahr 1901 in eine Klinik in Frankfurt am Main eingewiesen. Sie war verwirrt, konnte sich an vieles aus ihrem Leben nicht mehr erinnern, verwechselte Alltagsgegenstände und fühlte sich, nach eigener Aussage, als hätte sie sich „verloren“. Keiner in der Klinik wusste mit Auguste Deter und ihrer Krankheit umzugehen. Bis ein Arzt die Behandlung übernahm und ihr genau die Fragen stellte, die dazu führten, eine Diagnose zu stellen. Der Name des Arztes: Dr. Alois Alzheimer.

 

Auszeichnungen

 

Prädikat besonders wertvoll, FBW

Kurzfilm des Monats, FBW

 

Kino-Vorfilm, deutschlandweit

Umsetzung

"Dokumentarische und fiktionale Ebenen werden experimentell vermischt: Aufnahmen von Auguste Deter und Gesprächsprotokolle werden gezeigt, dazwischen immer wieder inszenierte Kindheitserinnerungen. Durch diese oftmals träumerisch anmutenden Impressionen und die bildlichen Metaphern wird dem Zuschauer ein emotionaler Zugang zum historischen Dokument ermöglicht, ohne dem Thema seine Bedeutung und die Betroffenheit zu nehmen. So entsteht in nur vier Minuten eine sehr intensive, berührende und auch informative Auseinandersetzung mit der Krankheit und dem Menschen, der vielleicht nicht als erstes darunter litt. Aber dessen Leiden zum allerersten Mal einen Namen erhielt."

(Filmbewertungsstelle)

 

Genre: Experimentalfilm

Dauer: 4 min
Produktionsjahr: 2016
Veröffentlichung: 2016

Regie: Constantin Müller
Bildgestaltung: Cedric Jack Jankowski
Produktion: University of Applied Sciences, Mainz